Und das so wirklich richtig heftig. Also kalt im kältesten Sinne 😀 Denn manchmal merkt man erst im Kino, dass Enttäuschung gar nicht laut sein muss. Sie sitzt einfach neben einem, schaut auf die Leinwand und wartet vergeblich darauf, irgendetwas zu fühlen. Genau so ging es mir bei diesem Super Mario Galaxy Film. Obwohl alles größer sein will, weiter, bunter, spektakulärer, bleibt bei mir fast nichts zurück. Voll schade, find ich.
Der erste Mario Film hatte für mich noch diesen kindlichen Zauber. Diesmal rast die Geschichte durch Planeten, Figuren und Konflikte, als hätte irgendwer Angst vor einer stillen Sekunde. Rosalina, Bowser Junior, Peach, Mario, Luigi, alles ist da, aber kaum etwas bekommt Gewicht. Die Animation schaut wirklich super aus, keine Frage, nur bringt mir das wenig, wenn die Figuren innerlich so blass bleiben. Gerade das Thema Familie wird dauernd angedeutet und dockt trotzdem nie richtig an.
Fast noch trauriger war die Stimmung im Saal. So wenig Lacher, so viel Ruhe, das war schon auffällig. Und genau deshalb hat mich auch Robert Hofmanns Review abgeholt, weil er dieses seltsam leere Gefühl sehr gut auf den Punkt bringt. Für mich bleibt da ein Film, der schön aussieht, aber seltsam kalt wirkt. Irgendwie schad drum.