Kategorie: Meine 2 Cent

  • Frank Sieren erklärt, warum Chinas Aufstieg kein Zufall ist.

    In den letzten Tagen hab ich immer so Momente, in denen man innehält und merkt, dass man ein Thema jahrelang zu oberflächlich betrachtet hat. Bei mir persönlich war das zuletzt China. Nicht aus Desinteresse, eher aus dieser typisch europäischen Haltung heraus, dass sich die großen Linien der Weltgeschichte eh irgendwo anders entscheiden. Ein bequemer Irrtum, wie sich nun jetzt unverblümt zeigt. (mehr …)

  • Die leider traurige Wahrheit hinter Will Smiths verzweifeltem Neustart

    Manchmal frag ich mich schon, ob Promis einfach vergessen, wie normale Menschen so ticken. Ich mein, wir alle machen Fehler. Wir sagen blöde Sachen, machen peinliche Aktionen oder verlieren komplett die Nerven. Aber wenn du Will Smith heißt, dann wird das Ganze halt gleich weltweit ausgestrahlt, wiederholt und kommentiert bis zum Gehtnichtmehr.

    Ich war mal echt ein riesiger Fan von Will. „Fresh Prince“ war Pflichtprogramm, Men in Black und I Am Legend hab ich zig Mal gesehen. Für viele von uns war er mehr als nur ein Schauspieler, er war irgendwie so ein sympathischer Held der Kindheit. Und dann kam dieser berüchtigte Moment bei den Oscars. Die Ohrfeige. Gegen Chris Rock. Live. Vor Millionen. Zack. Das Image war futsch. (mehr …)

  • Fang heute an! Nicht morgen. Nicht irgendwann. Sondern jetzt!

    Gestern Abend, ganz plötzlich, war dieser Moment da. Kein Knall, kein Blitz. Einfach diese leise, fast unangenehme Erkenntnis: Ich warte. Um ehrlich zu sein, schon seit Wochen. Vielleicht sogar seit Monaten. Auf Motivation. Auf den richtigen Moment. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich gesagt hab: „Ich brauch nur einen kleinen Schubser.“ Guess what, er kam natürlich nicht.

    Und dann stolper ich über ein Video von Russel Wofford. Kein viraler Hit, kein dramatischer Aufbau. Einfach ein ehrlicher Mensch, der was sagt, was weh tut, weil’s so wahr ist: Du musst nicht warten, bis du dich bereit fühlst. Du musst einfach nur anfangen. Genau das hat er gesagt. Und genau das hat’s getroffen.

    Es war, als hätt mir wer den Spiegel vorgehalten.

    Weil ehrlich, wie oft hab ich gedacht, mein Problem is fehlende Inspiration. Aber in Wirklichkeit war’s meine Angst vorm Anfang. Dieses Video hat mir gezeigt: Energie kommt nicht vorm Tun, sondern danach. Wenn ich ehrlich bin, war das die motivierendste Erkenntnis seit langem.

    Ich hab heut etwas gemacht, das ich monatelang rausgeschoben hab. Es war nix Großes. Aber es war ein Anfang. Und irgendwie fühlt sich das größer an als jedes perfekt durchgeplante Projekt, das nie begonnen hat.

    Wenn du grad festsitzt oder wartest, dass sich irgendwas von selbst bewegt: Schau dir das Video von Russel Wofford an. Ich wiederhole hier jetzt meine Blogpost Überschrift. Heute. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Jetzt.

    Du könntest überrascht sein, was dann passiert. Und vielleicht, nur vielleicht, beginnt dein Leben genau heute.

  • Schmerzfrei, gnadenlos aber doch sehr unterhaltsam – Meine Kritik zu Mr. No Pain

    Wollt ihr einen Film, der sich genau die richtige Balance aus Wahnsinn, Action und Humor herauspickt? Mr. No Pain ist genau sooooo ein Film. Jack Quaid als Nate, ein allerwelts Typ, der keinen Schmerz empfindet, stolpert in eine blutige Odyssee voller Faustschläge, Knochenbrüche und ziemlich kreativer Gewaltspitzen und das alles mit einem leicht schrägen Lächeln.

    Ich hatte den Film nicht groß auf dem Radar. Dann aber tauchten erste Reviews auf, darunter auch die von Robert Hofmann. Und, was soll ich sagen? Ich stimme ihm in fast allem zu. Mr. No Pain ist kein bahnbrechendes Meisterwerk, aber er hat das gewisse Etwas. Er nimmt sich nicht zu ernst, verliert sich aber auch nicht in völliger Albernheit. Das Pacing? Großteils auf den Punkt. Die Action? Roh, mitreißend, spürbar. (mehr …)

  • Apple’s Wandel von „Think Different“ zu „Think Profit“

    Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Mac. Schöne Erinnerungen, ganz nebenbei. Es war ein Macintosh LC II, irgendwann Anfang der 90er und ich war sofort fasziniert. Feuer und Flamme. Da stand dieses kleine, elegante Ding mit seinem Röhrenmonitor und es machte einfach Spaß, ihn zu benutzen. Es war nicht nur ein Computer, es war einfach eine neue Art zu denken, eine neue Art zu arbeiten. „Think Different“ war damals nicht bloß ein Werbespruch, es war vieli mehr ein Lebensgefühl. Und genau deshalb tut es heute so weh zu sehen, was aus Apple geworden ist.

    Ich habe kürzlich ein Video von Tailosive Tech gesehen, das genau diesen Gedanken aufgreift: Apple ist nicht mehr der kreative Underdog, sondern der Tech-Gigant, der seine Monopolstellung ausnutzt. Ein bisschen so, wie es eben IBM damals gemacht hat. Und wenn man sich die letzten Jahre ansieht, kann man kaum widersprechen. (mehr …)